Zum Inhalt springen
Zwei Personen, die gerade aus dem Skimuseum laufen. Links sind noch zwei alte Skier zu sehen, vor der Türe das Walserhaus in Warth.

7 Ausflugsziele für Kultur-Interessierte.

Zwei Frauen, die in Walser Tracht und dem Krönele auf dem Kopf in der Natur stehen. Der Hintergrund ist wolkig, mystisch.
Wer Warth-Schröcken besucht, entdeckt nicht nur beeindruckende Berglandschaften, sondern auch eine Region voller Geschichte, gelebter Tradition und stiller Kraftplätze. Zwischen alten Walserhäusern, Museen und besonderen Orten erzählen die Berge hier ihre ganz eigenen Geschichten.

Hier sind 7 kulturelle Ausflugsziele, die den Sommer in Warth-Schröcken besonders machen:

1. Alpmuseum "Uf'm Tannberg".

Zwei Personen, die im Alpmuseum stehen und sich umschauen. Es sind viele alte Balken zu sehen sowie ein Kessel, in welchem früher gesennt wurde.

Das Alpmuseum "Uf'm Tannberg" ist mehr als ein Museum – es ist eine Zeitreise. In der original erhaltenen Sennalpe wird sichtbar, wie das Leben und Arbeiten auf der Alpe über Jahrhunderte funktioniert hat.

Zwischen alten Holzbalken, Sennküche und Käsekeller wird das harte, aber ursprüngliche Leben der Bergbauern wieder lebendig. Besonders im Sommer, wenn das Museum geöffnet ist, lässt sich diese Geschichte hautnah erleben.

2. Kulturraum, STUBA Lädele & Skimuseum.

Zwei Personen, die sich im Skimuseum Warth umsehen. Es sind aufliegende Prospekte zu sehen, Infotafeln an den Wänden sowie Fotos von früher und von heute. Außerdem steht eine Vitrine im Bild, die Gegenstände aus der Olympiageschichte von Warth beinhalten. Dahinter sind Fotos von Hubert und Johannes Strolz sowie Wiltdrud Drexel zu sehen.

Im Kulturraum & STUBA Lädele trifft Handwerk auf Geschichten. Hier findet man regionale Produkte, handgemachte Souvenirs und kleine Besonderheiten für Daheim.

Im Sommer ergänzt ein liebevoll angelegter Kräutergarten das Erlebnis – ein Ort zum Entdecken, Riechen und Verweilen. Daneben im Skimuseum lädt zudem die Ausstellung zur Skigeschichte dazu ein, die Entwicklung des Wintersports in der Region nachzuvollziehen.

4. Kirchen & Kapellen.

Eine Wandergruppe, die vor der Pfarrkirche Schröcken steht.

In Warth-Schröcken finden sich mehrere Kirchen und Kapellen – oft unscheinbar, aber voller Geschichte.

Sie erzählen von Glauben, Gemeinschaft und den Herausforderungen des Lebens in den Bergen. Ob als kurzer Zwischenstopp oder bewusstes Ziel einer Wanderung: Diese Orte laden zum Innehalten ein und geben Einblick in die kulturellen Wurzeln der Region.

Die Geschiche der katholischen Pfarrkirche "Hl. Sebastian" in Warth ist eng mit der Entwicklung der Region verbunden. Ursprünglich als Filiale von Lech gegründet, wurde die Kirche zwischen 1590 und 1592 erbaut und im Jahr 1602 auf die Heiligen Anna und Sebastian geweiht. Bereits im Jahr 1602/1603 erhielt sie den Status einer Kaplaneikirche und wurde 1625 zur Pfarrkirche erhoben. Von 1749 bis 1752 erfuhr die Kirche eine bedeutende Erweiterung und Neuausstattung. Eine umfassende Renovierung fand 1791 statt, bei der der Stuck von Johann Jakob Rief hinzugefügt wurde. Zwischen 1893 und 1895 wurde die Pfarrkirche unter der Leitung des Baumeisters Fidel Körner neu erbaut. Am 1. September 2012 wechselte die Kirche im neuromanischen Stil schließlich vom Dekanat Bludenz-Sonnenberg zum Dekanat Hinterwald.

Die römisch-katholische Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Schröcken ist ein bedeutsames Bauwerk der Bregenzerwälder Gemeinde Schröcken im Bezirk Bregenz, Vorarlberg. Sie ist dem Fest Mariä Himmelfahrt geweiht und gehört zum Dekanat Hinterwald in der Diözese Feldkirch. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und spiegelt die reiche Geschichte und kulturelle Bedeutung der Region wider. Besonders ist der Turm, der das Ortsbild kennzeichnet: er weist ein achteckiges Obergeschoss mit Rundbogenschallöffnungen auf, und zwischen dem Obergeschoss und dem Spitzhelm befindet sich ein stilvoller Giebelkranz.

Die Kapelle "Maria Verkündigung" in Unterboden ist eine kleine, schlicht gehaltene Andachtsstätte, die im 18. Jahrhundert errichtet wurde und bis heute als ruhiger Ort der Besinnung dient.

Die Kapelle am Simmel "St. Jakobus" wurde als Teil des Weltfriedenskreuzes errichtet und ist ein moderner spiritueller Ort, der bewusst in die alpine Landschaft eingebettet wurde.

Die Kapelle "St. Martin" in Bürstegg zählt zu den höchstgelegenen Sakralbauten Vorarlbergs und fügt sich eindrucksvoll in die historische Walsersiedlung ein.

Die Kapelle "Hl. Nikolaus" in Gehren besticht durch ihre schlichte Bauweise und ihre lange Tradition als Ort des Glaubens für die umliegenden Höfe.

Die Kapelle „Hl. Wendelin“ in Lechleiten, ist dem Schutzpatron der Hirten gewidmet und spiegelt die enge Verbindung der Region zur Alpwirtschaft wider.

5. Weltfriedenskreuz am Simmel.

Zwei Wanderer auf dem Weg zum Weltfriedenskreuz am Simmel. Das Kreuz trohnt vor ihnen, links fallen die ersten Sonnenstrahlen ins Bild.

Das Weltfriedenskreuz am Simmel zählt zu den wenigen seiner Art weltweit. Es steht als Symbol für Frieden und Hoffnung – eingebettet in eine beeindruckende Bergkulisse.

Der Weg dorthin ist ebenso besonders wie der Ort selbst: Oben angekommen, eröffnet sich nicht nur ein weiter Blick über die umliegende Berggipfel, sondern auch ein Moment der Ruhe und Besinnung.

6. Walserhus Warth.

Eine Aufnahme vom Walserhaus in Warth im Sommer. Die sonnenverbrannte Fassade sowie die roten Fensterläden stechen heraus.

Das Walserhus Warth ist das älteste Gebäude des Ortes und ein eindrucksvolles Zeugnis der Walserkultur.

Das Walserhus in Warth, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, ist das älteste Gebäude des Ortes. Mit seinem charakteristischen sonnengebrannten Holzblockbau, der auf einem stabilen Sockelgeschoss aus Stein errichtet wurde, vermittelt das Walserhus einen eindrucksvollen Einblick in die meisterliche Bau- und Zimmermannskunst der Walser.

7. Walsersiedlung Bürstegg.

Zwei Wanderer auf dem Weg in die ehemalige Walsersiedlung Bürstegg. Vor Ihnen liegen schon die Kapelle und erste Hausdächer. In der Ecke blinzeln die ersten Sonnenstrahlen des Tages hervor.

Bürstegg - ehemals höchste Walsersiedlung Vorarlbergs.

Einst die höchstgelegene Walsersiedlung Vorarlbergs, liegt Bürstegg malerisch auf 1.715 Metern Höhe zwischen Warth und Lech am Arlberg, am Fuß des Karhorns. Diese historische Siedlung, die im 19. Jahrhundert bis zu 13 Häuser und eine kleine Kirche beherbergte, ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber. Die letzten Bewohner verließen den Weiler Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund der schwierigen alpinen Bedingungen. Heute wird der geschichtsträchtige Ort als Alpe bewirtschaft und zieht Jung und Alt gleichermaßen an.

8. Walserkultur erleben.

Ein Gruppenfoto des Musikverein Schröcken mit Instrumenten und in Tracht in der grünen Wiese vor der Pfarrkirche Schröcken, welche im Hintergrund zu sehen ist.

Die Walserkultur prägt Warth-Schröcken bis heute: in Sprache, Architektur, Brauchtum und Gemeinschaft.

Besonders spürbar wird sie bei Auftritten der Trachtengruppe, der Alphornbläser oder des Musikvereins Schröcken, die regelmäßig Einblicke in gelebte Tradition geben. Ob musikalische Abende, kleine Konzerte oder festliche Anlässe – hier wird Kultur nicht nur bewahrt, sondern mit Leidenschaft weitergetragen.

Fazit: Kultur, die man spürt.

Warth-Schröcken ist kein Ort für schnelle Sehenswürdigkeiten – sondern für echte Entdeckungen.

Hier wird Kultur nicht nur gezeigt, sondern gelebt: in alten Häusern, auf den Alpen, in kleinen Museen und stillen Kraftplätzen. Wer sich darauf einlässt, erlebt die Berge von einer ganz besonderen Seite – ruhig, tiefgründig und voller Geschichten.

alte-bilder-aus-warth-schroecken-20

Lebe in den Bergen.

TVB Warth-Schröcken

Kulturerlebnisse in Warth-Schröcken.

Schreibe einen Kommentar

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen

Entdecken Sie weitere spannende Themen