
Die rosarote Brille: Alpenrosenblüte in Warth-Schröcken.
Wenn die Berge rosa leuchten.
Es gibt Momente im Sommer, da verwandeln sich die Berge von Warth-Schröcken in ein wahres Blütenmeer. Wenn die Luft nach frischem Gras riecht, die Sonne sanft auf die Gipfel scheint und zwischen Felsen und Bergwiesen plötzlich ein rosa Farbteppich auftaucht, dann ist die Zeit der Alpenrosenblüte gekommen.
Die leuchtend roten und rosa Blüten der Alpenrose – botanisch Rhododendron ferrugineum – sind ein echter Hingucker. Auf etwa 1.500 bis 2.200 Metern Höhe schmücken sie die Hänge, zeichnen die Berghänge in zarte Farbtöne und setzen wunderbare Kontraste zu den grünen Wiesen und schroffen Felsen. Wer jetzt über die Alpen wandert, sieht die Bergwelt durch die rosarote Brille.

Blütenpracht auf Schritt & Tritt.


Ein besonderes Highlight in dieser Zeit sind auch die blühenden Bergwiesen, die sich bis zum ersten Mähen in voller Farbenpracht zeigen. Auf den Wiesen von Warth-Schröcken blühen dann Enziane, Glockenblumen, Margeriten und unzählige andere Alpenblumen – ein wahres Farbenmeer, das vor allem etwas später als in den tieferen Tälern seinen Höhepunkt erreicht. Wer jetzt durch die Wiesen spaziert, erlebt ein kleines Naturwunder: die ganze Vielfalt der Alpenblumen auf einem Fleck, umrahmt von den imposanten Gipfeln.
Tipp für den Gaumen: zahlreiche Schnittlauchfelder perfektionieren das Pausen-Butterbrot!

Wusstest du ... ?
Jetzt reinschauen: Johannes & Hubert Strolz beim Heuen begleiten.
Tipps für die perfekte Alpenrosen-Wanderung:
- Beste Zeit: Ende Juni bis Anfang Juli, morgens oder spätnachmittags für besonders sanftes Licht
- Gute Spots: Hochtannbergpass, Kalbelesee, Körbersee, Steffisalp-Express Bergstation Richtung Hochalphütte, Auenfeld, Widderstein
- Ausrüstung: festes Schuhwerk, Trinkflasche, Jause, Sonnenschutz, Jacke, Kamera / Handy für rosarote Schnappschüsse
- Besonderes Erlebnis: die Wanderung mit einer Rast auf einer Alpe oder Hütte verbinden & regionale Spezialitäten aus eigener Erzeugung genießen
Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht mutwillig beschädigt oder zerstört werden.
Bitte das Pflücken und Sammeln von Alpenrosen unterlassen – sie fallen unter den allgemeinen Pflanzenschutz und sie sind „leicht giftig“ (Bätter und Nektar enthalten Grayanotoxine).

Wenn die Alpen Leben bekommen.
Ab Juli ziehen die Kühe wieder auf die Alpen, die in den frühen Sommerwochen noch in Ruhe blühen konnten. Dann weiden sie zwischen den bunten Blumen, glockenklang begleitet die Wanderungen und die Alpen erwachen zu voller Lebendigkeit. Wer möchte, kann eine der urigen Alphütten besuchen und sich bei einer zünftigen Jause, frischer Milch oder hausgemachten Kuchen stärken – mitten zwischen blühenden Wiesen und grasenden Kühen. So wird die Wanderung zu einem echten Erlebnis für alle Sinne – und ein köstlicher Bergmoment für die Familie oder das Wanderteam.
Mehr als nur Blüten.

Denn manchmal sind es gerade diese Farben, die einem den Atem rauben – und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.















